Fahrradliebe

ImageJa ich bin verliebt. Verliebt in ein Fahrrad. Seit ich letztes Wochenende in Dänemark war und u. a. in Koppenhagen durch die Straßen strich, habe ich wieder einmal gedacht, wie großartig die dortige Fahrradkultur ist. Ich würde mir das auch hier wünschen, doch leider scheitert es hier schon an ausreichend Fahrradwegen. Zwar muss man eingestehen, dass hier in den letzten Jahren etwas getan wurde, doch die Radwege in Wien, die verwurzelt sind und eher einer Holperstrecke gleichen, überwiegen eben (noch). Erwartet man kein halbwegs knochenschonendes Fahren kommt man auch auf zwei Räder recht gut durch die Stadt. Das Radwege eher stiefmütterlich bedacht werden, was die Instandhaltung und den Ausbau betrifft, ist vermutlich in den meisten deutschen Städten und Gemeinden so. Von der dänischen Herangehensweise dürften wir zumindest noch weit entfernt sein.

Wart ihr schon mal in Koppenhagen? Als ich zum ersten Mal vor ein paar Jahren die Möglichkeit im Rahmen eines Studentenaustausch-Projektes bekommen habe, ein Semester an der Technische Universität Koppenhagen verbringen zu können, habe ich mich total bewundert über das Radverkehrskultur der Stadt. Echt faszinierend! Wie zum Besipiel in Amsterdam.

Eben deshalb glaube ich: Wien muss Kopenhagen werden! Denn die dänische Kapitale gilt als Welthauptstadt in Sachen Fahrrad. 55 Prozent aller Wege werden hier mit dem Rad zurückgelegt – und es sollen noch mehr werden. Dies verdankt sich nicht zuletzt den kontinuierlichen Investitionen der Stadtpolitik in den Radverkehr während der letzten Jahrzehnte: massiver Ausbau der Radwege, Grüne-Welle-Ampelschaltungen für Radfahrer_innen (für eine Gesamtstrecke von sechs Kilometern Richtung Kopenhagener Innenstadt!) und spezielle Sicherheitsmaßnahmen (z.B. signalisieren LED-Warnleuchten bei gefährlichen Kreuzungen den Autofahrer_innen, wenn ein Rad um die Ecke biegt).

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Doch nun zu meiner neuen Liebe. Für sportliches Fahren habe ich mein allerliebstes Rad, doch ich könnte mich mit einem Transporter ala Hollandaise sehr anfreunden. Die Räder die auf einen Fotos sind für den Kindertransport einfach großartig. Das wäre nun nicht ganz mein Bedarf. Ich hätte gerne einfach nur eines von dieser Art:

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Allerdings leider nur von dieser Art. Denn das Rad, das ich gesehen habe, war nostalgischer in beige mit einem von diesen breiten, gemütlichen Ledersitzen. Auch war es in einer Preiskategorie um die 400,- € und es hatte einen normalen Ständer. Auf dem Rahmen stand “Transporter”. Leider habe ich Dussel mir die Marke nicht gemerkt und auch nicht den Fahrradladen. Tja so ist das wie mit den Urlaubsflirts, wenn man vergessen hat die Telefonnummern zu tauschen. Leider ist mir meine Suchweise im Netz auch nicht wirklich behilflich gewesen und so werde ich wohl weiter mit meiner ersten Liebe fahren.

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